NSA spioniert auch EU-Bürger aus

Datenschutz ist Persönlichkeitsschutz | 7/6/2013

Die US-Regierung zapft die Kundendaten der großen amerikanischen Internetfirmen an, deren Daten sich auf den Servern dieser Unternehmen befinden. Dabei sind alle nicht amerikanischen Kunden im Visier, und alle Amerikaner, die "häufiger" mit dem Ausland kommunizieren.

Gerade erst hat ein US-Gericht Google dazu verdonnert dem FBI seine Kunden und Benutzerdaten ohne Zugangskontrolle durch Gerichte oder etwaige Begündung seitens des FBI zur Verfügung zu stellen, schon wird öffentlich, dass es sich hier nur um die Spitze eines Eisbergs handelt.

Verarbeitet und ausgewertet wurden, und werden wohl auch immer noch, die Daten der Internetfirmen Google, Skype, Facebook, Apple, Yahoo und Microsoft aber auch der Telefonanbieter Verizon, AT&T und Sprint. Die gesammelten Daten umfassen Bilder, Chats, E-Mailverkehr, Kreditkartendaten, live-Mittschnitte von Telefonaten, kurz alles, was über die Internetplattform der betreffenden Firmen an Daten abgewickelt wird.

Interessanterweise streitet ein Vertreter der Firma Google dies ab und behauptet:"Google hat keine Hintertür, über die die Regierung Zugriff auf private Daten der Nutzer hat." Das wäre dann zwar für die Nutzer erfreulich aber ein klarer Verstoß gegen das oben erwähnte Gerichtsurteil und damit etwas unglaubwürdig.

Der Aufschrei in Europa hat einen kleinen Beigeschmack: Der Guardian berichtet dass der britische Geheimdienst GCHQ offenbar seit dem Jahr 2010 Daten aus dem amerikanischen PRISM erhalten hat. Welche Geheimdienste anderer Länder sich noch aus diesem Datenpool bedienen konnten, ist noch nicht öffentlich. Allerdings wandern sogar interne und geheime Daten auch schon mal aus den USA nach China ab.

Dieses Sammeln und Handeln von Kundendaten erinnert sehr an MainSkill's Datenschutzspiel und zeigt dessen Aktualität.
(hpr)


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