Dienstleister für sichere E-Mails schließen in den USA

Lavabit rät:"Vertrauen Sie keinem Unternehmen mit physischen Verbindungen in die USA Ihre privaten Daten an. " | 9/8/2013

Nun hat die Snowden-Affaire ihr erstes Opfer gefordert. Lavabit, dessen verschlüsselte E-Mail Kommunikation durch Edward Snowden genutzt wurde, hat seine Dienste eingestellt. Der Kommunikationsdienstleister Silent Circle überlegt derzeit den gleichen Schritt zu gehen.

Interessant ist das letzte Statement von lavabit:

"Er bedauert seine schwierige Entscheidung zu der er gezwungen wurde. Er musste sich entscheiden zwischen der Beteiligung an Verbrechen gegen die amerikanischen Kunden oder der Beendigung von 10 Jahren harter Arbeit. Er hat sich für die zweite Variante entschieden. Leider darf er seine Beweggründe nicht nennen, die freie Rede gilt nicht für ihn.

Er warnt jeden davor persönliche Daten jemanden mit physikalischen Verbindungen in die USA anzuvertrauen."

Dies macht die Nutzung internationaler Clouddienste mehr als schwierig.

Auch das gerade in Berlin vorgestellte Projekt e-mail-made-in-germany.de der Deutsche Telekom und United Internet könnte von der Vorgehensweise amerikanischer Behörden gegen Anbieter und Dienstleister sicherer weil verschlüsselter elektronischer Kommunikation betroffen sein wenn die Möglichkeit der durchgehenden Ende zu Endeverschlüsselung genutzt wird. Im "Normal"-Betrieb werde alle Mails auf den Servern der Dienstleister entschlüsselt und auf Vieren und sonstige Gefährdungen durchsucht. Das gefällt auch den amerikanischen Behörden.
(hpr)

 


Hier finden Sie den Text im Original: lavabit


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